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EU-Ministerin Beate Merk: Respekt für den Einsatz

Es ist eine der größeren Erfolgsgeschichten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK): Seit fünf Jahren gibt es in Weißenhorn eine Lebensmittel-Tafel für Bedürftige. An zwei Tagen in der Woche öffnet der Laden und bietet Bedürftigen jeweils einen Einkaufskorb voll Grundnahrungsmittel für zwei Euro. Vieles läuft auf rein ehrenamtlicher Basis. „Ohne das Engagement der Helfer und die Spenden verschiedener Supermärkte wäre die Tafel unmöglich“, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Kast jetzt bei einem Termin vor Ort.

Foto: SWP (Dave Stonies)

Die Kaltmiete übernimmt die Stadt, den Rest steuert der Kreisverband bei. Dabei gehört der Laden in der Fuggerstadt zu den schönsten seiner Art. „Diese Aussage hören wir sehr oft“, sagte Kast. Das Sortiment ist vielfältig und die Einrichtung einladend. Nun schaute die bayerische Staatsministerin Beate Merk in dem kleinen Laden am Unteren Tor vorbei und informierte sich über die Arbeit.

Tafel-Leiterin Heidi Strikinac führte die Ministerin durch die Verkaufsflächen und die Lagerräume und erzählte von dem Tagesablauf der ehrenamtlichen Helfer. Schon viele Stunden vor der Eröffnung um 15.30 Uhr fährt der tafeleigene Kühlwagen durch Weißenhorn und Pfaffenhofen. Im Anschluss müssen die gespendeten Lebensmittel sortiert und kontrolliert werden, denn die Weißenhorner Tafel hat ähnlich strenge gesetzliche Vorgaben wie der Einzelhandel. Und seit zwei Jahren verkaufen auch die Supermärkte ihre Waren preisreduziert, wenn das Haltbarkeitsdatum bald abläuft. „Das ist für die Tafeln ein großes Problem“, sagte Kast.

Rund 50 Kunden kommen an einem Verkaufstag. Um diese Anzahl zu bewältigen, wird im Tafelladen in vier Zeitzonen verkauft. „Das ist die fairste Regelung damit auch alle etwas bekommen“, erklärte Heidi Strikinac. Besonders gut angenommen werden Gemüse und Joghurts – Wurst ist dagegen oft ein Ladenhüter. Mangel herrscht oft bei den Hygieneartikeln, und teilweise sind manche Warenbestände am Ende eines Tages leer. Eigentlich ist der Einkauf dort nur als Ergänzung zum normalen Konsum gedacht, „aber einige unserer Kunden verstehen das leider nicht“, sagte Strikinac.

Beate Merk war vom Einsatz der Helfer und der Einrichtung sehr begeistert. „Ich kannte das System bisher nicht, und ich habe viel Respekt vor dem, was die Menschen hier leisten“, sagte die Ministerin.

 

Text: swp.de (Dave Stonies)

21. März 2017 18:22 Uhr. Alter: 215 Tage