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Wasserrettung und Katastrophenschutz im Wandel der Zeit

Bereits 1947 wurde die Wasserwacht  Neu-Ulm ein Stützpunkt der Abteilung Augsburg im Bezirksverband Schwaben. Nachdem der personelle Aufbau vorangeschritten war, wurde 1948 die Abteilung Neu-Ulm, bestehend aus der Ortsgruppe Neu- Ulm, gegründet.

Im Jahre 1951 versah in Neu-Ulm die erste feste Wachmannschaft den Wachdienst an der Donau, ausgerüstet mit einem Rettungsball, einer Verbandtasche mit 500 Aspirintabletten, ca. 6 Verbandpäckchen, 2 Dreiecktüchern, einigen Riechampullen, einer Schere, einer Zungenklammer und einer Pinzette sowie einer Wasserwachtflagge und zwei paar Schwimmflossen.

Das erste Einsatzfahrzeug in Neu-Ulm wurde 1972 in Dienst gestellt, welches aus Rettungsdienstmitteln finanziert wurde. Die Ortsgruppe Senden hat 1984 ein Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt, welches aus Spenden, Eigenmitteln und viel Eigenleistung finanziert wurde. Ein weiteres Jahr später wurde die SEG Senden durch die Beschaffung eines Motorbootes ebenfalls aus Spenden komplettiert. 1988 wurde ein SEG- Fahrzeug inkl. Boot in Illertissen aus Mitteln des Rettungsdienstes seiner Bestimmung übergeben. 1992 beschaffte sich die Ortsgruppe Senden einen Mannschaftstransporter der ab sofort als zusätzliches Einsatzfahrzeug aber auch für die Jugendarbeit zur Verfügung steht.

1998 beschaffte die Ortsgruppe Neu-Ulm einen gebrauchten Mannschaftstransporter welcher sich bereits 1999 beim Katastrophenalarm in Immenstaad und Neu-Ulm bewährte.

Die Katastropheneinsätze stellten die Kameradinnen und Kameraden vor neue Herausforderungen aber auch zusätzliche Ausbildungen und Aufgaben. Gemeinsam mit der DLRG Ulm, Feuerwehr Neu- Ulm, dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm und später mit dem ADAC konnte das Projekt RTH- unterstützte Wasserrettung „Ulmer Modell“ am 01.08.2002 ins Leben gerufen werden.

Im Rahmen des Katastrophenschutzes wurden drei Taucher der Kreiswasserwacht Neu-Ulm als Wasserretter der Wasserwacht Bayern ausgebildet und stehen für Einsätze bundesweit zur Verfügung. Ebenso stellt die Kreiswasserwacht Neu-Ulm den Zugtrupp innerhalb des Wasserrettungszuges Schwaben.

Die Kreiswasserwacht Neu-Ulm besteht aus den Ortsgruppen Elchingen, Neu-Ulm, Senden, Vöhringen, Weißenhorn, Bellenberg, Illertissen und Kirchberg-Sinningen und verfügt aktuell über

  • 3 Einsatzfahrzeuge Wasserrettung inkl. AED und Notfallausrüstung
  • 2 Mannschaftstransporter
  • 1 Zugtruppfahrzeug inkl. AED und Notfallausrüstung
  • 5 Motorrettungsboote aus Aluminium
  • 4 Schlauchboote
  • 1 Hochwasseranhänger mit 2 Alubooten
  • 1 GFK- Boot
  • 3 Eisrettungsschlitten
  • 14 Spineboards verteilt auf 3 SEG- Standorte in Neu-Ulm, Senden und Illertissen

sowie Wachstationen in Elchingen, Pfuhl, Ludwigsfeld, Senden Waldsee, Senden Hallenfreibadsee, Vöhringen, Au, Dietenheim, Filzingen und Sinningen sowie dem Freibad Weißenhorn.

Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt 2396 Mitglieder, von denen 599 im Aktiven Dienst sind. Aktuell stehen 50 Rettungstaucher und 74 Motorbootführer zur Verfügung.