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Geschichte

Startschuss

Der offizielle Startschuss für den Fahrdienst des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Neu-Ulm fiel im August 1980. Die Idee entstand aus dem Ehrenamt, in welchem bereits früher engagierte Helfer gelegentlich Ausflüge organisiert und Transporte für Behinderte durchgeführt haben. Neben der Beförderung unserer Fahrgäste zu Freunden und Verwandten waren Schultouren das Tagesgeschäft.

In den nächsten Jahren wurde der Bedarf nach Rollstuhltransporten erkannt. Dieser Service wurde unter anderem den Krankenkassen und dem Kreiskrankenhaus Neu-Ulm angeboten. Aufgrund der bereits bestehenden Zusammenarbeit wurden weitere Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Fahrt zum Arzt oder in die Kur, aufgenommen.

Hohe Zuverlässigkeit, gut geschultes Personal und permanente Investitionen in den Auf und Ausbau des Fuhrparks waren die Basis eines stetigen Wachstums. Dies hat bis heute angehalten und mittlerweile sind täglich über 25 Fahrzeuge „Im Zeichen der Menschlichkeit“ unterwegs.

Erweiterung

Neben dem regionalen Wachstum in Neu-Ulm, wurde im Oktober 2003 ein Vertrag mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Schwaben abgeschlossen. In diesem wurde festgelegt, dass sämtliche Reha-Fahrten der DRV-Schwaben von uns durchgeführt werden.

Somit erweiterten wir unser Angebot und der „unqualifizierte Krankentransport“ -das Liegendtaxi- wurde eingeführt.

Dieser Service ist seit 2005 auch anderen Krankenkassen zugänglich gemacht worden. Die bestehenden Verträge wurden entsprechend angepasst und erweitert. Das Merkmal des „unqualifizierten“ Liegendtransportes gegenüber dem qualifizierten Krankentransport ist das Fehlen der Notwendigkeit einer medizinischen Betreuung des Fahrgastes. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn ein Patient nach einem Bandscheibenvorfall und anschließendem Krankenhausaufenthalt in die Reha-Klinik befördert wird.

Kooperation

Im November 2007 wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Rettungsdienst Ulm abgeschlossen. Die Entscheidung über Landesgrenzen hinweg zu arbeiten, lag auf der Hand. Nun konnte den Ulmer und Neu-Ulmer Patienten, Altenheimen, Ärzten und Krankenhäusern ein noch besserer Service angeboten werden. Die Bündelung der Kräfte hat zum einen den Vorteil der besseren Auslastung der Fahrzeuge. Zum anderen entsteht eine große Reihe von Synergieeffekten, welche von einer Senkung der Verwaltungskosten, über eine schnellere Beförderung von wartenden Fahrgästen bis zu einer Erhöhung der Kapazitäten reicht.

Diese Vorteile führten zu einer erweiterten Zusammenarbeit im Januar 2009. Der Rollstuhltransport der Kollegen des Kreisverbandes Ulm wird nun auch über die Fahrdienstleitstelle in Neu-Ulm koordiniert.

Organtransport

Zusätzlich zu unserem Kerngeschäft, dem Befördern von Menschen, wurde seit Anfang der 90er ein weiteres Tätigkeitsfeld aufgebaut. Die Idee entstand aus der Tatsache, dass die Autos nachts meist „auf dem Hof“ stehen und somit nicht produktiv eingesetzt werden. Das gleiche „Problem“ haben auch Krankenhäuser, die teuren Operationssäle werden selten nachts genutzt und die Kliniken haben erkannt, dass in dieser Zeit die optimale Infrastruktur für Organtransplantationen besteht. Eine der Einrichtungen, die ein Transplantationszentrum betreibt, ist das Universitäts- Klinikum Ulm. Die Zusammenarbeit lag auf der Hand.

Die Beförderung von Transplantationsteams, Koordinatoren und nicht zuletzt Organen hatte begonnen. Mit der Schaffung des Transplantationsgesetzes wurde vor 9 Jahren die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) Koordinationsstelle. Mit diesem neuen Partner erweiterten sich die Transporte in Richtung Stuttgart und den restlichen süddeutschen Raum.

Team

Das ständige Wachstum ist natürlich auch an der Personalstruktur nicht spurlos vorbeigegangen. Wo zu Beginn noch eine Person ausreichte, um die Verwaltungsaufgaben zu erledigen, sind sieben Arbeitsplätze geschaffen worden Diese umfassen die unterschiedlichsten Bereiche betriebswirtschaftlicher und sozialer Tätigkeiten. Während sich die Disponenten um das Tagesgeschäft, also das Annehmen und Vergeben von Aufträgen kümmern, werden im Abrechnungszentrum die Rechnungen mit den Krankenkassen koordiniert.

Unsere Kunden werden telefonisch beraten. Beispiele sind, wie Sie mit den Krankenkassen abrechnen können oder unter welchen Umständen ein Befreiungsantrag gestellt werden kann. Doch auch das "Backend", die Verwaltung, hat ständig an Personalstärke gewonnen. Fahrzeuge müssen geleast, gewartet und geordert werden. Zivildienstleistende und FSJler müssen ausgewählt, eingestellt und geschult werden. Dies ist genauso Teil des Geschäftes wie die Öffentlichkeitsarbeit.